Die eigene Cloud: Rechenzentren koppeln – und zwar richtig

Wer zwei oder mehr Rechenzentren – wahlweise selbst betriebene oder angemietete – koppeln möchte, stößt immer wieder auf Lösungen der Internetservice-Anbieter. Diese wollen wahlweise per MPLS (Multiprocotol Label Switching) oder Punkt-zu-Punkt-Verbindungen über das Weitverkehrsnetz die Anforderungen der Kunden erfüllen. Die Punkt-zu-Punkt-Strecken werden dann meist manuell gepflegt und per VPN abgesichert.

Der Nachteil hierbei: Je nach Netzauslastung kann es zu sehr vielen Hops im Netzwerk kommen. Selbst wenn der Datenverkehr eigentlich nur vom Rechenzentrum in Berlin in eines in Dresden geleitet werden soll, kann bei solchen Angeboten dennoch eine Route über Amsterdam, Zürich und Frankfurt dabei herauskommen. Das macht es schwer, die Sicherheit der übertragenen Daten zu gewährleisten.

In unserer Praxis bieten wir den Einsatz von Cisco-Produkten an, die OTV (Overlay Transport Virtualisation) beherrschen. Die Technik sorgt dafür, dass aus Sicht der Anwendungen ein einziges, standortübergreifendes, großes Netzwerk entsteht. Dies ist beispielsweise ideal beim Aufbau einer eigenen Cloud. Hier lassen sich entweder Cloud-Dienste in einem der eigenen Rechenzentren aufbauen und unternehmensweit nutzen, oder wahlweise auch Verbindungen zu einem Cloud-Anbieter schaffen und absichern.

Die entsprechenden Produkte arbeiten auf Layer 2 und bringen so diverse Vorteile mit: Zum einen werden Broadcasts von Geräten wie Druckern, Servern oder gar vernetzten Türöffnern nicht von einem Netzwerk in ein anderes, entfernt gelegenes Übertragen. Das spart Bandbreite und erhöht die Übersichtlichkeit, beispielsweise beim Auswerten von Logfiles.

Ein weiterer Vorteil ist insbesondere für Anwender spannend, die Server virtualisieren. Denn die Konnektivität per Layer 2 ist unabdingbar, um virtuelle Maschinen automatisch zwischen Rechenzentren hin und her zu schieben. Hypervisor wie VMware ESX setzen Kommunikation auf Layer 2 für eine solche Verlagerung von Workloads voraus.

Lizenzkosten sparen dank Koppelung

Aus unserer Sicht sind OTV-Produkte ideal, um drei oder vier Rechenzentren zu koppeln. Entweder innerhalb eines Landes oder auch grenzüberschreitend. Die Produkte haben sich bereits in diversen von Netfox betreuten Projekten bewährt und halten, was der Hersteller verspricht. Erfahrungsgemäß kommt die OTV-Hardware am ehesten für Unternehmen in Frage, die mindestens 500 Bildschirmarbeitsplätze oder gut 50 Server pro Rechenzentrum haben und diese RZ an mindestens zwei Standorten betreiben. Neben dem Vorteil der Verschiebbarkeit von virtuellen Maschinen profitieren Anwender bei der Koppelung auf Layer 2 auch von sinkenden Lizenzkosten, beispielsweise an CAD-Arbeitsplätzen in verschiedenen Zeitzonen. Diese können rollierend nacheinander auf ein und dieselbe Lizenz zurückgreifen.

Mehr Übersicht für Administratoren

Nachdem sich das Netz dank der OTV-Verbindungen als eine Einheit darstellt, vereinfacht das die Übersicht über den aktuellen Zustand des Netzes drastisch. Insbesondere granulare Vorgaben auf Layer 7, die beispielsweise den Zugriff auf einzelne Webdienste sperren, andere hingegen priorisieren, können Administratoren erheblich einfacher bewerkstelligen als zuvor. Das Konfigurieren der betreffenden Switche an jedem einzelnen Standort entfällt, alles passiert zentral. Aus Sicht der IT-Sicherheit gibt es kaum etwas zu beachten: Es sind keine neuen Sicherheitsmechanismen nötig, keine es keine neuen Komponenten zu schützen gilt nach Einführung der OTV-Produkte.

Aus unserer Sicht spricht – je nach Anwendungsfall – also vieles für OTV-Komponenten. Zwar lassen sich die durch die Produkte gelieferten Funktionen in Teilen auch anderweitig bewerkstelligen, beispielsweise durch diverse VPN-Verbindungen zwischen einzelnen Standorten. Übersichtlicher und damit weniger fehleranfällig ist jedoch die einheitliche Koppelung auf Layer 2.

Manuel Martinez Estrada - Systemhaus Netfox AGHaben Sie Fragen zu dem Thema RZ-Kopplung?

Dann lassen Sie sich von uns beraten, kompetent und ausführlich. Ihr Ansprechpartner Manuel Martinez Estrada steht Ihnen gerne bei Fragen unter 033203 290600 zur Verfügung.

Oder lassen Sie sich von einem unserer Referenz-Projekte überzeugen. Zum Beispiel für e.discom Telekommunikation GmbH, für die NETFOX Modernisierung der Server-, Storage- und Backup-Umgebung geplant und durchgeführt hat. Weiter zur Referenz Server & Storage "So geht’s: Rechenzentrum für Contact Center" >>

 


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