Botschafter im Dienste der Sicherheit im Netz

Märkische Allgemeine Zeitung
21. November 2016

Wie die Zukunft seines Unternehmens in zehn oder 20 Jahren aussehen wird, wagt Ulrich Otto nicht zu prophezeien. Schließlich verlief die Entwicklung des IT-Dienstleisters Netfox AG schon in den vergangenen 27 Jahren so rasant, wie es sich der studierte Nachrichtentechniker niemals hätte ausmalen können. Sicher ist nur, dass es keine Zeit zum Ausruhen gibt.

"Das Tempo der Veränderungen wird sich noch deutlich beschleunigen", betont der 59- jährige Netfox-Gründer, der gerade vom Vorstand in die Position des Aufsichtsratschefs gewechselt ist.

Er ist eines der bekanntesten Gesichter der IT-Branche, leitet den Ausschuss für Informations- und Kommunikationstechnik der Industrie- und Handelskammer Potsdam und wirkt beim Branchen-Netzwerk Software-Initiative Berlin Brandenburg (SIBB) mit. Aufgewachsen in Hameln, war Otto in den 1970er Jahren nach West-Berlin gekommen, erst um Fotosatz-Unternehmen H.Berthold, dann zum Computerhersteller Nixdorf. Beide Firmen verschliefen damals den Umstieg auf Personal-Computer, erinnert er sich. Ulrich Otto aber machte sich selbstständig und beriet Firmen beim Umgang mit Computertechnik. Mit Erfolg: Die Netfox AG in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) ist heute mit rund 40 Beschäftigten einer der wichtigsten IT-Dienstleister in der Region.

"Sicherheit inklusive" ist bei Netfox das Motto, denn die Bedrohung durch Angriffe aus dem Netz nimmt zu. Aber auch das Bewusstsein für die Gefahren wachse, sagt Otto. Gleichzeitig hätten Unternehmen erkannt, wie sehr die Digitalisierung ihre Geschäftsprozesse verändert. Sein Rat an Firmenchefs: Sich immer mal wieder fragen, ob sie ihr Unternehmen als Gründer auch so aufstellen würden.

Von Ulrich Nettelstroth, Märkische Allgemeine Zeitung

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