Silicon Valley war gestern: Wirtschaftsminister besucht IT-Unternehmen

Märkische Allgemeine Zeitung
12. Januar 2016

Silicon Valley war gestern. „Wir sind besser“, sagte Netfox-Vorstandsvorsitzender Ulrich Otto selbstbewusst, als er am Montagmorgen Brandenburgs Minister für Wirtschaft und Energie sein Unternehmen vorstellte. Albrecht Gerber (SPD) begann seine Arbeitswoche mit einem „High-Tech-Tag“, wie er es selbst nannte, und hatte sich dazu zwei IT-Firmen und einen Medizintechnikhersteller aus Teltow beziehungsweise aus Kleinmachnow ausgesucht.

Die Netfox AG im Kleinmachnower Europarc Dreilinden berät andere Unternehmen, Institute und Einrichtungen zu IT-Systemen, richtet diese ein oder betreibt sie auf Wunsch ihrer Kunden auch. Die „Netzwerkfüchse“ sorgen dafür, dass Server, Notebooks, Tablets oder Smartphones fehlerlos funktionieren und stets mit der aktuellen Software ausgerüstet sind. Das schließt den Datenschutz und die Abwehr von Angriffen ein. „Wir können sehen, wenn Server angegriffen werden, und den Weg des Angriffs zurückverfolgen“, erläuterte Vorstandsmitglied Ortwin Wohlrab. Ein bis zweimal im Jahr besucht die gesamte Belegschaft einen Kunden, um zu sehen, wie es bei ihm läuft oder welche Unterstützung er braucht. „Wir denken mit, was der Kunde mit der Informationstechnik machen will“, verrät Wohlrab eines der Erfolgsgeheimnisse des Unternehmens, das in sein 27. Firmenjahr geht.

[...] Wirtschafts- und Energieminister Gerber zeigte sich vom „unheimlichen Fortschritt“ in der Teltower Region sichtlich beeindruckt. „Der High-Tech-Bereich ist super aufgestellt. Wir haben in Teltow einen wirklichen guten Wirtschaftsstandort“, zog Gerber nach seiner Rundreise Bilanz. Der Minister traf sich am Nachmittag noch mit Unternehmern aus verschiedenen Branchen im Technlogiezentrum Teltow, in dem auch die IT-Firmen ihre ersten Gehversuche unternommen hatten. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen unter anderem das Projekt „Industrie 4.0“, einer Plattform zur Weiterentwicklung der Kommunikation zwischen Maschinen, sowie die teils aufwendige Bürokratie bei der Beantragung von Fördermitteln. Es sei schwierig, es der Mehrheit der ehrlichen Antragsteller einfach zu machen, sagte Gerber. Doch es gäbe immer wieder das berühmte eine Prozent „schwarze Schafe“, das in der Öffentlichkeit dann oft Empörung über die Vergabe von Steuergeldern erzeugen würde.

Von Heinz Helwig, Märkische Allgemeine Zeitung

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